Kinder- und Jugendbücher über das Leben mit kranken Eltern

In diesem Artikel habe ich einige Bilderbücher und Jugendromane zusammengestellt, in denen es um den Familienalltag Minderjähriger mit ihren kranken Eltern geht. Wenn ihr noch mehr Tipps habt, ergänzt sie gerne unten in den Kommentaren!

„Annikas andere Welt“ von Sigrun Eder und Petra Rebhandl-Schartner

annikas andere welt„Annikas andere Welt“ von Sigrun Eder und Petra Rebhandl-Schartner (edition riedenburg, 2013; Amazon Affiliate Link) gibt es als Bilderbuch und als Sachbuch. Der Klappentext: Annika ist traurig. Sie fragt sich: „Hat Mama mich vergessen?“ und „Bin ich schuld daran?“ Denn Mama ist nicht mehr so, wie sie früher einmal war: Sie ist nur noch mit sich selbst beschäftigt. An Schildkröten-Tagen verkriecht sich Mama auf dem Sofa oder im Bett, isst nicht und will ihre Ruhe haben. An Hamster-Tagen bleibt sie die ganze Nacht munter, kauft unnütze Sachen ein und macht Versprechen, die sie nicht hält. Das alles wird Annika irgendwann zu viel. Schließlich muss sie sich nicht nur um die Schule, sondern auch um ihren kleinen Bruder kümmern.

Ihr kriegt mich nicht“ von Mikael Engström

ihr kriegt mich nichtIhr kriegt mich nicht“ von Mikael Engström (Carl Hanser Verlag, 2011; Amazon Affiliate Link) war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert. Mik ist ein Überlebenskünstler, und er muss es sein: Seine Mutter ist gestorben, sein Vater hat ein schweres Alkoholproblem, und sein Bruder macht die ersten Schritte zum Kleinkriminellen. Als das Jugendamt auf Mik aufmerksam wird, steht schnell fest: Er muss weg von zu Hause und in eine Pflegefamilie. Für den Übergang kommt Mik bei seiner Tante Lena in Nordschweden unter, und das kleine Kaff, in dem die Tante wohnt, mit all seinen wunderlichen Gestalten wächst ihm schnell ans Herz. Am liebsten würde er für immer bleiben! Aber das Gesetz sieht einfache Lösungen nicht vor. Mik hat keine andere Wahl, er muss kämpfen. Zum Glück ist er dabei nicht allein. Tante Lena und das ganze Dorf stehen hinter ihm.

„Sonnige Traurigtage“ von Schirin Homeier

Sonnige TraurigtageDas Buch „Sonnige Traurigtage“ von Schirin Homeier (Mabuse Verlag, 2006; Amazon Affiliate Link). nennt sich „Illustriertes Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Bezugspersonen“, besteht also aus einem Bilderbuch- und einem Ratgeberteil. Der Klappentext: In letzter Zeit ist mit Mama etwas anders: sie ist so kraftlos und niedergeschlagen. Auf diese „Traurigtage“ reagiert Mona wie viele Kinder psychisch kranker Eltern: Sie unterdrückt Gefühle von Wut oder Traurigkeit, übernimmt immer mehr Verantwortung und sehnt sich nach glücklichen „Sonnigtagen“. Erst als sich Mona einer Bezugsperson anvertraut, erfährt sie, dass ihre Mutter unter einer psychischen Krankheit leidet und fachkundige Hilfe benötigt. Im Anschluss wendet sich Mona mit wesentlichen Fragen direkt an das Leserkind: Was ist eine psychische Erkrankung? Bin ich schuld daran? Wer kann Mama oder Papa helfen?

„Papa Panda ist krank“ von Anne Südbeck

Papa Panda ist krankDas Bilderbuch „Papa Panda ist krank“ von Anne Südbeck (Mabuse Verlag, 2015; Amazon Affiliate Link) richtet sich an Kinder mit einem depressiven Elternteil. Der Klappentext: Der junge Pandabär Paul lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder in den Bambuswäldern. Er liebt es, mit seinem Vater zu spielen. Doch in letzter Zeit will Papa nicht mehr spielen, er hat zu gar nichts mehr Lust. Die Eltern streiten sich jetzt oft. Paul hat Angst, dass Papas seltsames Verhalten seine Schuld sein könnte. Doch als er seiner Mutter davon erzählt, erklärt sie ihm, dass Papa krank ist. Er hat eine Depression. Das Buch richtet sich an Kinder ab vier Jahren, bei denen ein Elternteil an einer Depression erkrankt ist. Es bearbeitet insbesondere die Angst von Kindern, Schuld am Verhalten der Eltern zu sein.

„Was ist bloß mit Mama los?“ von Karen Glistrup

Was ist bloß mit Mama los„Was ist bloß mit Mama los?“ von Karen Glistrup (Kösel Verlag, 2014; Amazon Affiliate Link) trägt den Untertitel: „Wenn Eltern in seelische Krisen geraten. Mit Kindern über Angst, Depression, Stress und Trauma sprechen.“ Der Klappentext: Jedes 7. Kind erlebt seine Eltern in einer psychischen Krise. Hilflosigkeit, Schuldgefühle und vor allem Sprachlosigkeit sind dann meist an der Tagesordnung. Mit ausdrucksstarken Illustrationen und viel Hintergrundwissen hilft dieses Buch, aufzuklären und ins Gespräch zu kommen. Für Kinder ab 3 bis ins Erwachsenenalter.

„Auch Schutzengel machen Urlaub“ von Sigrid Wehnelt und Ines Grocki

Schutzengel UrlaubMama hat Krebs. Darum geht es in „Auch Schutzengel machen Urlaub“ von Sigrid Wehnelt und Ines Grocki (Urban und Vogel Verlag, 2013; Amazon Affiliate Link). Der Klappentext: Erkrankt eine Mutter an Brustkrebs, verändert sich das Leben nicht nur der Betroffenen sondern der ganzen Familie schlagartig. Kinder spüren schon sehr früh, wenn etwas bei Mutter oder Vater nicht in Ordnung ist. Die Ungewissheit spüren sie häufig als eine stärkere Belastung als die Wahrheit. Wenn eine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, ist es meist sinnvoll, frühzeitig mit den Kindern über die Krankheit zu sprechen. Dieses Buch soll Eltern unterstützen, durch gemeinsames Lesen leichter mit ihrem Kind ins Gespräch zu kommen und auf seine Fragen kindgerecht antworten zu können.

„Smiley bellt Hallo MS“ von Heike Führ

smiley bellt hallo msIm Buch „Smiley bellt Hallo MS“ von Heike Führ (Books on Demand, 2016; Amazon Affiliate Link) geht es auf kindgerechte Art und Weise um die Krankheit Multiple Sklerose. Der Klappentext: Dieses anrührende Kinderbuch beschreibt anhand von dem süßen Mischlingshund Smiley und seinen beiden Freunden Fine und Balou anschaulich und sehr kindgerecht, was Multiple Sklerose (MS) ist. Smiley erklärt äußerst behutsam auf der Ebene des Kindes, wie sich MS äußern kann und wie es einem betroffenen Elternteil oder anderen betroffenen Angehörigen und Freunden mit MS gehen kann. Mit schönen, authentischen Fotos und lustigen Geschichten aus seinem Hundeleben verknüpft er diese Botschaft so zartfühlend und hinreißend, dass Kinder bei der Begeisterung über den Hund Smiley und seine Freunde die Dramatik einer chronischen Erkrankung zwar begreifen, sie aber niemals als bedrohlich erleben.

„Benjamin“ von Stefanie Lazai

benjaminDas Buch „Benjamin – Meine Mama ist besonders“ von Stefanie Lazai (Bastei Lübbe Verlag, 2005; Amazon Affiliate Link) gibt es nur noch gebraucht. Der Klappentext: Ein behutsames, umsichtiges Buch über MS-kranke Eltern und ihre Kinder, das Fragen beantwortet und Betroffene zum Gespräch einlädt. Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren, also in dem Alter, in dem die meisten Eltern kleine Kinder haben. Ca. 500.000 Menschen in Europa leiden an MS. Vom Erlös geht 1€ an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V.

„Meine Mutter säuft doch nicht“ von Petra Bartoli-y-Eckert

Meine Mutter säuft doch nichtDas Buch „Meine Mutter säuft doch nicht“ von Petra Bartoli-y-Eckert (Verlag an der Ruhr, 2010; Amazon Affiliate Link) ist nur noch gebraucht zu haben. Der Klappentext: Svenja sucht mal wieder nach einer Ausrede, damit ihre Freundin Pauline nicht mit zu ihr nach Hause kommt. Denn Svenja weiß nie, was sie dort erwartet: Liegt ihre Mutter vielleicht wieder betrunken mit einem Rausch auf der Couch? Ständig muss sie sich Ausflüchte einfallen lassen, um die Alkoholkrankheit vor den anderen zu verbergen. Alle Versuche, ihre Mutter vom Alkohol und der Sucht abzubringen und zu einem Entzug zu bewegen, scheitern. Wird Svenja einen Ausweg finden?

„Wiebke und Paul“ von Ursula Fuchs

Wiebke und PaulDas Buch „Wiebke und Paul“ von Ursula Fuchs (Klett Verlag, 1996; Amazon Affiliate Link) ist nur noch gebraucht erhältlich. Wiebke soll keinem erzählen, warum ihr Vater eine Kur machen muss. Doch dann lernt sie Paul kennen. Wenn sie ihn trifft, hat sie immer so ein kribbelndes Gefühl im Bauch. Mit Paul redet sie über alles, auch über ihren Vater, der nicht mehr aufhören kann zu trinken. Wiebke lernt, dass Schweigen nicht hilft.

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